Lobe den HERRN, meine Seele


Und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat. (Psalm 103,2)

Das ist der Wochenspruch für die kommende Woche. Aus diesem wunderbaren Psalm-Lied, möchte ich mir die ersten Verse genauer anschauen.

Vers 1: „Ein Psalm Davids: Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!“ Ich lasse die Nöte und Probleme, die meine Seele beherrschen wollen, los und strecke mich aus nach Gott und seinem heiligen Namen, der nach jüdischem Verständnis unaussprechlich ist. Eine Name, der über alle Namen steht.

Vers 2: „Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was ER dir Gutes getan hat.“ Ich muss mich ständig dazu auffordern, nachzusinnen, wo ich IHN in meinem Leben bereits erfahren habe. Denn sehr schnell vergesse ich sonst, was ich mit ihm erlebt habe und fühle mich alleine gelassen.

Vers 3: „Der dir all deine Schuld vergibt und heilt alle deine Gebrechen.“ Dass Gott Schuld vergibt, mag mir noch vertraut sein, aber dass er alle meine Gebrechen heilt? Das ist eine ständige Herausforderung. Ich selbst habe seit 35 Jahren mit Rheuma zu tun. In manchen Phasen kann ich mich fast nicht mehr bewegen und habe starke Schmerzen. Aber ich kenne auch immer wieder Phasen der kompletten Wiederherstellung. Es hilft mir daran festzuhalten, wenn menschliche Ärzte an ihre Grenzen kommen, dass ER, wie er es in der Bibel versprochen hat, mein Arzt ist.

Vers 4: „Der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit.“ Nicht das bereits erlebte und möglicherweise bevorstehende Verderben hat das letzte Wort, sondern Gottes große Gnade und Barmherzigkeit. Er ist unser Versorger.

Vers 5: „Der deinen Mund fröhlich macht, so dass du wieder jung wirst wie ein Adler.“ Je älter ich werde, desto wichtiger wird mir z.B. Humor. Wenn Gott uns Fröhlichkeit schenkt, die mehr ist als ein wenig Spaß haben, dann werde ich, vielleicht nur für einen Augenblick, wieder jung wie ein Adler. Ein eigentlich alter Adler, der die Mauser überlebt hat, und sich neu in die Lüfte erheben kann: Dem Himmel ein Stück näher.

Ihre Bärbel Reimers

Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt
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