Corona und die Diaspora


Das Wort Diaspora kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie Zerstreuung. Landläufig meinen wir damit religiöse Minderheiten wie im Norden Katholiken unter den Protestanten oder im Süden umgekehrt. Das Leben in der Diaspora war nicht immer  leicht. Nun ist das in den letzten Jahrzehnten wesentlich besser und freundschaftlicher geworden. Man erlebt eine gute ökumenische Zusammenarbeit, auch hier bei uns in Rahlstedt. Früher gab es den Spruch „Das ist zum Katholisch-Werden“, wenn jemand nicht so ganz dicht im Kopf wurde. Das ist längst vorbei und könnte man heute schon als Lob auffassen. Man merkt kaum noch Unterschiede. Nun hat jede Kirche in dieser Corona - Zeit mit sich selbst genug zu tun. Die Besucherzahlen wurden begrenzt wegen der Vorschriften.  In der Kirche ist Maskenpflicht und gesungen werden darf auch nicht, höchstens ein paar Chorleute. Da ist man froh, wenn man seinen „Laden“ irgendwie aufrechterhalten kann. Gruppenstunden, Kirchenkaffees etc. sind nicht erlaubt. Wie soll man da mit den anderen Leuten zusammen kommen. Ich denke z.B. an unseren alljährlichen gemeinsamen Gottesdienst am Buß - und Bettag! Kann der überhaupt stattfinden? Und wenn ja – in welcher Zusammensetzung? Wenn wir uns in der eigenen Gemeinde schon fremd werden, wie dann mit den anderen? Schon lese ich von Absagen für Weihnachtsfeiern, Basare sind abgesagt, Adventsstunden werden fraglich. Gerade höre ich von einem Bürgerverein, dass die Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Frage gestellt werden. Es wird schon über Weihnachtsgottesdienste mit beschränkter Besucherzahl nachgedacht. Trotzdem dürfen wir nicht jammern und hoffen, dass Gott uns einen Weg aus dieser Erfahrung zeigen wird!

Das glaubt

Ihr Klaus Marheinecke

Kath. Kirchengemeinde
MARIÄ  HIMMELFAHRT
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