Schätze heben


Zugegeben – es ist schon eine Weile her. Aber es ergreift mich immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment denke. In unserem „Roten Salon“, Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene in unserer Gemeinde, stehen sich drei Teamer/-innen gegenüber: mit einem Leuchten in den Augen sind sie kaum in der Lage, den Zauber des Augenblicks in Worte zu fassen. Endlich nach vielen Wochen der virtuellen Kommunikation sind sie wieder beieinander. Endlich können sie wieder Lachen und Seufzen miteinander. Endlich ist es wieder in unseren Räumen zu hören. Mit allen gebührlichen Vorsichtsmaßnahmen: Abstandhalten, auch wenn man sich wie üblich zum Gruß lieber in den Arm nehmen möchte.

Dieser Moment ist für mich beispielhaft für einige spätere, die ich und wir in der letzten Zeit erleben durften: Treffen mit Teamer/-innen auf unserer „Jugend“- Terrasse, Singen mit den KiTa-Kindern im Morgenkreis auf dem Spielplatz, Open-Air-Gottesdienste auf dem Sportplatz vom TuS Berne und im Strandbad Farmsen. Nur ein paar wenige erwähnt. Für mich sind es ganz besondere Schätze in dieser Zeit, die durch Verschieben und Absagen von Terminen geprägt ist.

In einer Andacht mit und für Jugendliche haben wir nach diesen Schätzen in unserem Acker gesucht. Ja, es gehören auch die Hoffnungssteine im Park, von Kindern bemalt und versteckt, dazu. Und das respektvolle Platzmachen für das ältere Paar im EKT Farmsen. Und die lächelnden Augen über der Mund-Nasen-Maske im Zeitungsladen. Und welche Schätze haben Sie schon entdeckt in diesen „besonderen“ Zeiten?

Ihr Pastor Wippermann