Hoffnungswege – Ostern 2021


„Mein Großvater war ein Steinkohlenbergmann, der tausend Meter tief unter der Erde arbeitete. Morgens, wenn die Sonne aufging, fuhr er ins Bergwerk ein, und abends, wenn sie unterging, fuhr er aus, sechs Tage die Woche – vierzig Jahre lang. Einer der schönsten Augenblicke seines Lebens sei es gewesen, als er nicht mehr habe einfahren müssen und an einem Wochentag plötzlich Sonne auf dem Brot gehabt habe.“ (Reiner Kunze, aus: Ders.: Am Sonnenhang. Tagebuch eines Jahres.)

Plötzlich Sonne auf dem Brot,- das wünsche ich uns für dieses Osterfest.

Ich wünsche uns, dass uns die Osterbotschaft „Fürchtet euch nicht! Christus ist auferstanden. Freut euch!“ erreicht und stärkt für unseren Alltag, der durch die Auferstehung verwandelt wird. Gott verspricht uns neues Leben, mitten in dieser Welt: Trauer kann sich in Dankbarkeit verwandeln, Angst in Mut, Hoffnungslosigkeit in neues Vertrauen.

Wir können uns neu auf den Weg machen, Hoffnungswege für uns gehen, unsere Sehnsucht nach Hoffnung auf neues Leben stärken, spüren, wo uns Gottes Liebe zum Leben berührt.

Sichtbares Zeichen dafür ist das Kreuz, das zum Lebensbaum wird und grüne Zweige und Blüten austreibt.

Wenn Sie mögen, können sie Ostern vor der Friedenskirche in Berne (Lienaustraße 6) und vor der Erlöserkirche in Farmsen (Bramfelder Weg 23) das Kreuz mit Zweigen und Blumen zum Blühen bringen, und ein Osterlicht mit nach Hause nehmen. Ostersonntag ab 10 Uhr in Farmsen und ab 11 Uhr in Berne liegen Zweige und Blumen vor der Kirche für sie bereit, und Osterkerzen leuchten zum Mitnehmen.

Plötzlich haben wir Sonne auf unserem Brot!

Ich wünsche uns allen ein gesegnetes Osterfest.

Ihre Anke Caßens-Neumann