Jetzt ist Erntedank


Und – wo machen Sie Ihr Kreuz?

1. Mein Essen mache ich mir selbst.

2. Wenn ich Hunger habe, dann esse ich – so einfach ist das.

3. Danke - das ist doch ein Wort, das keiner mehr kennt.

4. Einiges kommt bei uns aus dem Garten - Obst, Gemüse, Kartoffeln und so.

5. Manchmal helfe ich im Garten.

6. Ich weiß, dass das Wetter für die Ernte eine große Rolle spielt in Gärten und auf Feldern.

7. Alle reden immer nur vom Klimawandel. Die wollen einem nur ein schlechtes Gewissen machen.

8. Natur, das ist mir nicht so wichtig. Milch kommt aus der Tüte und Fleisch aus der Tiefkühltruhe.

9. Ich habe schon gehört, dass woanders Menschen nicht genug zu essen haben. Was kann ich da tun?

10. Ja, unsere Lebensmittel kommen von den Bauern aus der Landwirtschaft - das ist doch deren Arbeit!

11. Von Erntedank habe ich schon gehört. Ich finde das wichtig und gut. Denn, dass wir satt werden, ist auch heute nicht selbstverständlich. Ich finde es schön dafür zu danken und tue es auch gern.

12. Erntedank kenne ich nicht: Das ist doch ein veralteter Brauch der Kirchen. Lebensmittel sind im Überfluss da. Sie werden sogar massenweise vernichtet. Wofür also danken?

An diesen Sonntagen wird in unseren Kirchen das Erntedankfest gefeiert (eigentlich nach Michaelis, aber wegen der Herbstferien oft im Termin verändert). Wenn wir Erntedankfest feiern, dann sagen wir einmal exemplarisch für jeden Tag unseres Jahres: Danke schön, dass unser Tisch gedeckt ist. Das tägliche Brot: die Arbeit vieler – unbekannter – Hände liegt vor uns auf dem Tisch.

Das tägliche Brot – trauen wir uns, zu sagen, dass das Gaben Gottes sind? Wir bleiben angewiesen auf den Segen, der uns unverdient zuwächst. So erinnern uns die Gaben, die Lebensmittel auf dem Erntealtar an die bleibende Treue des Schöpfers.

Ihr Pastor Wippermann