Würdigung der Friedenskirche, die 80 Jahre alt geworden ist, aus Sicht unseres Kirchengemeinderates


Die 80 Jahre sind nicht spurlos an der Kirche vorbeigegangen. Innerlich und äußerlich hat es viele Veränderungen gegeben, die diese Kirche prägen.

Erinnern wir uns:

1939, kurz vor Kriegsbeginn, wurde die Berner Kirche (meist nur Kapelle genannt) eingeweiht mit einer Rede von Propst Dührkopp, einem überzeugten Nationalsozialisten. Dieser unheilvolle Anfang belastete über viele Jahrzehnte das Verhältnis der Berner Gemeinde zur Berner Bevölkerung. Die deutliche Abkehr der Gemeinde zu diesem Anfang wird auch baulich sichtbar: Im Dezember 1963 wird das Gemeindehaus eingeweiht und danach die Kirche umgebaut. Es bleiben fast nur die Außenwände erhalten, in der Innengestaltung wird  die Längsachse um 180 Grad gedreht, der Eingang verlegt, der Kirchraum durch zwei Seitenschiffe erweitert, der Glockenturm ergänzt, Altar, Taufstein und Altarbild neu gestaltet. Und diese heilvollen Veränderungen münden in der neuen Namensgebung: Friedenskirche Berne.

Im Jahr 2000 haben wir die Fusion zur Kirchengemeinde Farmsen-Berne gefeiert und die Friedenskirche bleibt zentraler Ort in FarBe. Von 2005 bis 2015 ermöglichte die engagierte Arbeit des „Trägervereins Gemeindehaus Berne“ in finanziell schwierigen Zeiten den Erhalt des lebendigen Gemeindelebens in Berne. Dafür haben wir sehr zu danken, denn so wurde ermöglicht, dass wir jetzt noch einmal ganz neu überlegen konnten, welche Zukunftsschritte wir gehen wollen. Die Friedenskirche Berne hat immer wieder Veränderungen verkraftet dank der vielen, vielen Menschen, die diesen Ort mit Leben und ihrem Glauben füllen, und das mit Überzeugung und Strahlkraft. Obwohl gesamtkirchlich der Standort Berne die Einschätzung bekommen hat, dass hier ein totaler Gebäudeabbau erfolgen sollte, hat der Kirchengemeinderat einstimmig beschlossen, mit der Erbschaft eines Farmsener Gemeindegliedes die Friedenskirche so umzubauen, sodass sie für viele weitere Jahre als zentraler Ort in Berne und FarBe erhalten bleibt. Die Trennung von Kirche und Gemeindehaus ist notwendig, weil wir ein zukunftsträchtiges Projekt verfolgen: Wir wollen auf dem Gelände des Gemeindehauses eine Kita mit Wohnungen bauen, damit Kinder in einer Kita unter dem Kirchturm der Friedenskirche Berne mit Gott groß werden können.

Das wird jedoch, so zeichnet sich das jetzt schon ab, noch ein langer Weg werden mit vielen notwendigen Genehmigungsverfahren. Wir sind trotzdem voller Zuversicht, dass Gottes Geist Leben schafft und uns Raum und Kraft schenken wird, hier in Berne einen lebendigen kirchlichen Ort zu erhalten und sogar auszubauen. Und wieder wird man der Kirche ansehen: Hier wirkt Gottes guter Geist, gemeinsam mit Menschen, die sich von Gott berühren lassen, um seinen Frieden auf Erden sichtbar zu machen. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass die Friedenskirche so in Ehren 80 Jahre alt geworden ist und wir sind gespannt darauf, wie es in zehn Jahren sein wird, wenn wir den 90sten Geburtstag unserer Berner Friedenskirche feiern werden.