Unser neues Buch ist erschienen

14. November 2021

Die Präsentation unseres siebten Buches, „Wir sind durch Licht und Schatten gegangen“, fand am 18. September in der Friedenskirche statt. Virusbedingt unter leicht veränderten Bedingungen. Der Abstand zwischen den Personen musste eingehalten werden und die Interviewten durften nur eine Begleitperson mitbringen. Die Kirche war demzufolge nicht so belebt wie wir es von vorangegangenen Präsentationen kannten. Die Pause mit regem Austausch unter den Besuchern bei Getränken und Köstlichkeiten war kürzer und ohne Köstlichkeiten.

Frau Usarski begrüßte die Besucher und hob die ehrenamtliche und außergewöhnliche Seniorenarbeit der Biografiewerkstatt hervor. Die anschließend gelesenen Ausschnitte aus den Geschichten gaben einen kleinen Einblick in die vielfältigen und berührenden Biografien. Das Interesse im Publikum war so groß, dass wir uns über den anschließenden Bücherverkauf gefreut haben.

Als Untermalung der Lesungen spielte Waltraud Hinz auf dem Akkordeon und animierte manche Besucherinnen mitzusingen.

Zum Schluss stellten sich alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Biografiewerkstatt vor dem Altar den Besuchern vor, Frau Usarski bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz und überreichte jedem eine Rose.

Es war eine kürzere Präsentation als wir sie kannten, aber trotzdem unter den derzeitigen Umständen eine gelungene Veranstaltung.

Renate Donath


Die nächsten Lesungen

  • Fr. 26.11.2021, 15 Uhr
    Friedenskirche Eilbek
  • Mi, 1.12.2021, 15 Uhr
    Seniorenzentrum Nordlandweg, Nordlandweg 110, 22145 Hamburg

Wir sind durch Licht und Schatten gegangen

Unter dem Motto Würdigung der Lebensleistung wurde das siebte Buch in der Biografiewerkstatt Farmsen-Berne fertig gestellt. Die Mitglieder der Werkstatt haben erschütternde, berührende, unfassbare, aber auch heitere und exotische Lebensgeschichten gehört und aufgeschrieben, um sie vielen Menschen der nachfolgenden Generationen zugänglich zu machen. Diese Lebenserinnerungen berühren nicht nur, sie machen auch Mut, das eigene Leben trotz aller Widrigkeiten anzunehmen und in den Griff zu bekommen.

So wurde Joachim auf Grund seiner Zuverlässigkeit gegenüber anderen Menschen von der Stasi in eine Falle gelockt und landete im Zuchthaus. Eine Situation, die ihm lange als Makel anhaftete. Jutta, die aus einer behüteten Kindheit in verschiedene russische Lager gebracht wurde, als kleines Kind ihrer Mutter beim Sterben zusehen musste und von sich sagt, dass sie jetzt ihr siebtes Leben lebt. Von Susanne hörten wir wie sie es schafft, ihr Leben als blinde Frau zu bewältigen. Jörn erzählte, wie er nach vielen Reisen und unterschiedlichen Stationen in seinem Leben spät, aber nicht zu spät seine große Liebe fand.  Große Liebe für Hamburg empfindet Joanne, eine multitalentierte afroamerikanische Sängerin, die hier seit vier Jahrzehnten lebt und der diese Stadt mehr zur Heimat geworden ist als ihr gebürtiges Kalifornien.

Zitat einer Interviewten: Nicht immer ist es mir leicht gefallen zu berichten, die persönlichen Erinnerungen berührten mich manches Mal sehr, aber das ist auch gut so.