31. März 2019

Ostertermin 2019: Kirchenformel bricht die Faustregel

Für den Termin des beweglichen Kirchenjahresfestes gilt dieses Jahr das „Oster-Paradox“

Am Mittwoch, den 20. März, war Frühlingsanfang in diesem Jahr. Tags drauf war Vollmond, also der erste im Frühling. Nach der alten Faustregel zur Berechnung des Osterdatums könnte daher am folgenden Sonntag (24. März) Ostern sein: der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Doch Ostern 2019 ist erst am 21. April – nach dem zweiten Frühlingsvollmond am 19. April. Die gängige Faustregel stimmt also nicht in diesem Jahr. Experten nennen es das „Oster-Paradox“. Grund dafür sind uralte Kirchen-Formeln, die sich nicht an aktuellen Daten orientieren, sondern festgelegten Regeln folgen.

Aber von vorn: Ostern ist ein bewegliches Kalenderfest. Es pendelt Jahr für Jahr zwischen dem 22. März als frühestem und dem 25. April als spätestem Termin. Zur Bestimmung des jeweils gültigen Datums wurden bereits im Jahr 325 auf dem Konzil von Nicäa – einem Treffen von Kirchenvertretern – drei Kriterien festgelegt: Der Frühling, der Vollmond und der jeweils nächste Sonntag. Dabei wurde der Frühlingsanfang mit dem 21. März fest definiert – und zwar unabhängig von der jeweils aktuellen Tag- und Nachtgleiche der Astronomie, derzufolge der Frühling zum Beispiel in diesem Jahr schon am 20. März beginnt.

Quelle: EKD (Evangelische Kirche in Deutschland), Klaus Merhof (epd)