8. Dezember 2019

Farmsener Tisch

Mit Leib und Seele für Farmsen

Am 29. November 2012 öffnete der Farmsener Tisch das erste Mal seine Tür in der Jugendfreizeitlounge der Pestalozzi-Stiftung. ALG II- , Hartz IV- und Empfänger einer Kleinstrente bekommen hier Lebensmittel, die von Supermärkten und Bäckereien nicht mehr zu verkaufen sind und von den Mitarbeiter*innen der Lebensmittelausgabe abgeholt werden (nach dem Prinzip der Hamburger Tafel). Mit diesen erhaltenen Lebensmitteln können die EmpfängerInnen ihr Leben am Existenzminimum erträglich gestalten. 150 Kund*innen hat der Farmsener Tisch. Von diesen kommen zurzeit jede Woche ca. 130 zum Einkaufen.

Ca. 45 Ehrenamtliche aus unterschiedlichsten Bezügen - vom Bürgerverein, aus der Kirchengemeinde oder durch Mundpropaganda aus ganz fernen Zusammenhängen bilden das Team des Farmsener Tisch. Jede und jeder übernimmt seinen selbst geplanten Teil der Arbeit,  bei der Abholung, der Vorbereitung oder der Ausgabe der  Lebensmittel. Der respektvolle Umgang mit den Kund*innen zeichnet das Team ganz besonders aus. Das prägt die Atmosphäre dieser Lebensmittelausgabe. Es haben sich Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt.

Wir haben einige Mitarbeiter*innen gefragt: Warum bist du dabei?

Ute Reichert

Ich habe das Bedürfnis, einen sozialen Dienst in der Gesellschaft zu leisten bin deshalb beim Farmsener Tisch. Am meisten sind die Frauen benachteiligt, die ihre Kinder groß gezogen haben und nicht im Beruf weiter gearbeitet haben.

Hicham Berare

Ich bin beim Farmsener Tisch, weil ich mich sozial engagieren möchte. Aber auch wegen der netten Kollegen, die haben mich sehr bei meiner Absicht, mitzuwirken, unterstützt.

Anja Ganzer

Ich habe schlechte Zeit hinter mir, da haben mir andere geholfen. Jetzt habe ich die Möglichkeit, etwas zurückzugeben.

Christiane Rattay

Ich helfe und unterstütze hier den Farmsener Tisch, weil ich den sozial schwachen Menschen mit Lebensmitteln und auch mit netten Worten helfen möchte. Damit ihre Not nicht zu schwer wird. Die Leute bekommen für ein paar Tage zu essen, darüber freuen sie sich sehr.

Bärbel Behnke

Als ich hörte, der Farmsener Tisch wird gegründet, wusste ich, dass das genau das Richtige für mich ist. Seit 7 Jahren gehe ich mit Freude zu unserer „Tafel“: es bereichert mein Leben, nicht nur, etwas Soziales zu tun, sondern auch die nette Gemeinschaft mit allen Mitarbeitern.

Brigitte Friedrich

Beim Farmsener Tisch bin ich, weil man, wenn man mit offenen Augen durch den Stadtteil geht, sieht, wieviel Elend es gibt. Darum haben wir den Farmsener Tisch organisiert und er besteht schon 7 Jahre.

Rita Hinzmann

Ich genieße sehr die nette Gemeinschaft beim Farmsener Tisch. Manchmal, wenn ich mich alleine fühle, dann ist es gut, rauszugehen und bei netten Menschen zu sein. Ich freue mich auch, Gutes tun zu können.