16. Februar 2020
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Passions- und Fastenzeit

In der Passionszeit erinnern sich die Christinnen und Christen an die Leidenszeit und das Sterben von Jesus Christus. Eine vierzigtägige Vorbereitungszeit auf das Osterfest ist seit dem 4. Jahrhundert bezeugt. In den Jahrhunderten davor wurde nur in der Karwoche gefastet. Die Passionszeit, von lateinisch "passio = Leiden", beginnt am Aschermittwoch und endet am Samstag vor Ostern (Karsamstag). Sie dauert 40 Tage, wobei die Sonntage nicht mitgezählt werden. An den Sonntagen kann das Fasten unterbrochen werden. Die Passionszeit wird auch Fastenzeit genannt. Das Fasten galt als Mittel im Kampf gegen Versuchungen, das Gebet wurde intensiviert und man hoffte auf den Empfang des göttlichen Geistes. Auch die soziale Komponente spielte eine Rolle. Man fastete, um andere zu unterstützen.

In der evangelischen Kirche hatte man den Brauch des Fastens lange Zeit vergessen, nur noch am Karfreitag wurde auf Fleisch verzichtet. Seit etlichen Jahren gibt es die Aktion „7 Wochen ohne“, die auch im außerkirchlichen Bereich von sehr vielen Menschen praktiziert wird. Der Verzicht und das Fasten sollen auf einen bewussten Umgang mit Gottes Gaben und seiner Schöpfung hinweisen. Auch gilt die Fastenzeit als Zeit der Besinnung und soll uns aufzeigen, wie wir unser Leben verantwortungsvoll gestalten können.

Pastorin Christa Usarski

Sieben Wochen ohne

Machen Sie mit bei dieser Aktion in der Passionszeit. Im Jahr 2020 heißt das Motto: Sieben Wochen ohne Pessimismus. Aber natürlich kann jeder und jede selbst wählen, auf was er verzichten möchte, um wieder mehr Lebensintensität zu erfahren.

Zuversicht! Für mehr Optimismus

Das geht nicht gut, das wird doch nie was, das ist doch alles nichts. So oft begegnen wir solchen negativen Aussagen. Viele Menschen gehen mit einer grundsätzlich negativen Haltung auf Dinge zu. Die Fastenaktion 2020 ermuntert mit dem Motto „Zuversicht! Sieben Wochen ohne Pes­si­mis­mus“, den Blick darauf zu lenken, was möglich ist. Die Fastenaktion 2020 will Lust machen, konstruktiv Zukunft zu gestalten und in den Abenteuern des Alltags das Positive und Hoffnungsvolle zu suchen und zu finden.