Passionszeit 2021

14. Februar 2021

 - Copyright: Amnesty International

Am Aschermittwoch beginnt sie, die Fasten- und Passionszeit 2021, die bis Ostern geht.

Passion kommt aus dem lateinischen und heißt „Leiden“: Wir erinnern uns an das Leiden und Sterben Jesu, wir bedenken, worunter wir leiden, wir schauen nicht weg, wo anderen Unrecht und Leid geschieht.

Seit 1983 gibt es in der ev. Kirche die Aktion „Sieben Wochen ohne/7 Wochen mit“: Wir entscheiden in dieser Zeit bewußt auf etwas zu verzichten (Alkohol, Süßes,…..) oder bewußt etwas zu tun (mehr Klimaschutz im Alltag, mehr Zeit ohne PC und TV,…) Ziele dieser Aktion sind: Den Alltag mit kritischen Augen betrachten, neue Erfahrungen machen, neue Lust auf Leben finden.

 Unsere Gemeinde beteiligt sich seit vielen Jahren an der Aktion:

„7 Wochen für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte“

Überall auf der Welt leiden viele Menschen unter der Verletzung der elementarsten Menschenrechte. Wir wollen ihr Schicksal nicht dem Vergessen überlassen. Mit einem vorbereiteten Petitionsbrief können wir uns für sie einsetzen: „Für uns ist es nur ein Brief, für sie das Überleben.“ Diese Erfahrung prägt die Arbeit von amnesty international seit 60 Jahren.  An den Sonntagen der Passionszeit (21.2.-28.3.2021) werden wir PastorInnen ihnen im Gottesdienst einen von amnesty international vorbereiteten Petitionsbrief vorstellen und sie bitten, diesen zu unterschreiben und abzuschicken. Die aktuellen Briefe mit den Hintergrundinformationen finden sie auch auf unserer Homepage.

Die im letzten Jahr verschickten Briefe haben Wirkung gezeigt:

Erfolge der Aktion 7 Wochen für die Menschenrechte 2020

Briefe vom 22.3.2020

Vorzeitig aus der Haft entlassen: Nay Zar Tun, Khin Cho Naing und Myint Zaw sind aus der Haft entlassen worden, nachdem ihre Strafen verkürzt wurden. Die drei Aktivist_innen waren wegen friedlicher Protestaktivitäten zu Haftstrafen zwischen 12 und 18 Monaten verurteilt worden. Sie hatten gegen die politisch motivierten Anklagen protestiert, die gegen den ehemaligen Kindersoldaten Aung Ko Htwe erhoben worden waren. Da sie lediglich ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben, hätten sie nie inhaftiert werden dürfen.

Briefe vom 29.3.2020

Gute Nachricht: Die Arbeitsrechtlerin und Feministin Li Qiaochu wurde am 19. Juni 2020 auf Kaution freigelassen und ist nach Hause zurückgekehrt. Es sind keine weiteren Appelle erforderlich. Vielen Dank an alle, die sich für Li Qiaochu eingesetzt haben.

Pastorin Anke Caßens-Neumann