St. Michael

13. September 2020

Jedes Jahr am 29. September gedenkt die Kirche des Erzengels Michael.

Seit der siegreichen Schlacht auf dem Lechfeld 955 wurde der hl. Michael zum Schutzpatron des Ostfrankenreichs und später Deutschlands erklärt.

Übersetzt man den Namen aus dem Hebräischen, so heißt Mi-ca-el „wer ist wie Gott?“In der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes 12, 7-9 erscheint Michael als Bezwinger Satans in Gestalt eines Drachens. So wird er auch in der bildenden Kunst des Mittelalters dargestellt. In den 1947 entdeckten Schriftrollen vom Toten Meer wird Michael als „Fürst des Lichts“ bezeichnet und trägt dort den Titel „Vizekönig des Himmels“.Als Hüter des Paradiestores wägt er auch die Seelen der Verstorbenen.

Die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam betrachten Michael als einen der vier Erzengel neben Gabriel, Raphael und Uriel.

Nach Michael sind viele Orte und Kirchen in Europa benannt, so auch unsere St. Michaeliskirche. Die älteste Michaeliskirche auf deutschem Boden soll die Klosterkirche des Benediktinerstiftes Mondsee in Oberösterreich sein. Die älteste bekannte Michaeliskirche in der heutigen Bundesrepublik wurde 913 in Hamburg errichtet, die bedeutendste ist die Michaeliskirche in Hildesheim.

Ingrid Frank