FarBe bekennen

Wissenswertes zum Kirchenjahr

  • Hintergrund

    • Diese Woche hat ihren Namen vom mittelalterlichen „char" und “kara”, d.h. Trauer und Klage.
    • Diese Woche vom Palmsonntag bis Karfreitag ist eng verbunden mit den letzten Tagen Jesu hier auf Erden.
    • Sie wird auch , Stille Woche' oder , Heilige Woche' genannt.
    • Nichts kennzeichnet diese Woche so sehr wie das Zeichen des Kreuzes: Jesus starb am Kreuz. Und diese Woche erzählt von durchkreuzten Hoffnungen seiner Anhänger. Damit rührt diese Woche an eine schwerwiegende Wahrheit unseres Lebens, das immer wieder durchkreuzt zu werden droht, - von der Wirklichkeit selbst, von Krankheit und Tod. Die Leidensgeschichte Jesu verweist uns auf den sym-pathischen, den mit- leidenden Gott.

    Wie können wir diese Woche begehen?

    • Wir können sie als ruhige, besinnliche Woche gestalten, ohne laute Musik und ausgelassene Feiern.
    • In unserer Gemeinde finden in diesen Tagen keine Arbeits- und Ausschuss-Sitzungen statt, um so mehr Zeit und Raum zur Besinnung zu haben.
    • Die Karwoche bietet auch die Gelegenheit mit Kindern ins Gespräch zu kommen über Themen wie Leiden und Tod und unsere Hoffnung und Hoffnungsbilder.
    • Auch ein Friedhofsbesuch kann in dieser Woche seinen Platz finden.
    • Wir können Weizenkörner oder Grassamen in die dunkle Erde säen und dann beobachten, wie sich neues Leben Bahn bricht.
    • Weil diese Woche wie die Fastenzeit insgesamt stark geprägt ist vom Gedenken an den Leidensweg Jesu, sollte das österliche Schmücken von Haus und Garten erst am Ostersonnabend, und nicht schon vorher stattfinden! Nach christlichem Verständnis reicht die Osterzeit von Ostern bis Pfingsten und dies sollte auch die Zeit des Osterschmucks sein.
    • In unserer Gemeinde finden in dieser Zeit in der Regel Kinderbibeltage oder Kinderkirchen statt.
  • Hintergrund

    • An diesem Sonntag vor Ostern erinnern wir uns an den bejubelten Einzug Jesu in Jerusalem und haben zugleich seine Passion, seinen Weg ans Kreuz vor Augen.
    • In den katholischen Gemeinden wird dieser Tag oft mit einer Palmprozession begangen. Im Gottesdienst werden die Palmbäume aus Weidenkätzchen, Wacholder, Buchsbaum oder Haselzweigen gesegnet und zu Hause in eine Vase oder ans Kreuz gestellt. Sie sollen Segen bringen und vor Unglück bewahren. Im nächsten Jahr werden sie zu Aschermittwoch verbrannt.

    Wie können wir dieses Fest feiern?

    • Wir können einen Palmstock selber binden .
    • Sich die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem in einer Kinderbibel gemeinsam mit den Kindern anschauen.
  • Hintergrund

    • „Grün" kommt von dem alten deutschen Wort „gronan" und heißt „weinen", - es war der letzte Abend Jesu hier auf Erden.
    • Jesus kam mit seinen Jüngern zusammen und hat zum letzten Mal mit ihnen Brot und Wein/Traubensaft geteilt. Er hat das Abendmahl eingesetzt: Jesus nimmt Brot und Wein, dankt Gott dafür, segnet diese Gaben, teilt sie mit seinen Jüngern und spricht: Esst und trinkt. Das ist das Brot des Lebens und der Kelch des Heils - für euch gegeben. Wann immer ihr Brot und Wein in meinem Namen teilt und gemeinsam esst, bin ich bei euch mit meiner Liebe.
    • Deshalb heißt das Abendmahl Abendmahl weil Jesus es am Abend einsetzte. Wir feiern es meistens am Morgen/Vormittag im Gottesdienst.

    Wie können wir diese Zeit im Jahr feiern?

    • Es gibt den Brauch, an diesem Tag grüne Speisen zu essen, also z.B. grüne Kräutersauce oder –suppen, Spinat oder Grünkohl.
    • Wir können uns die biblische Geschichte vom Gründonnerstag mit unseren Kindern in der Bibel angucken.
    • Wir können uns beim Abendbrot an Jesu letztes Mahl erinnern und ein Fladenbrot miteinander teilen und essen und uns aus einem Krug Traubensaft in unsere Gläser/Becher füllen.
  • Hintergrund

    • An diesem Tag ist Jesus am Kreuz gestorben.

    Wie können wir diesen Tag begehen?

    • Wir können in einer Kinderbibel den Weg Jesu ans Kreuz gedanklich und mit unseren Gefühlen mitgehen.
    • Wir können uns mit dem Kreuz, dem Erkennungszeichen der Christen, beschäftigen und z.B. ein eigenes Kreuz malen.
    • Karfreitag ist ein Tag der Stille.
    • Auch beim Frühjahrsdom in Hamburg ist am Karfreitag Ruhe.
    • Kein Fleisch essen, sondern z.B. Fisch. In der christlichen Tradition ist jeder Freitag ein Gedenktag an den Karfreitag, an dem ähnlich wie in der Fastenzeit kein Fleisch, sondern Fisch gegessen werden kann.
    • Einen Gottesdienst besuchen.
    • Wir können gemeinsam darüber nachdenken, worunter Menschen heute überall auf der Welt leiden, und wie wir damit umgehen.
  • Hintergrund

    • Der Termin für das Osterfest kann jedes Jahr anders sein, weil wir Ostern am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond feiern, der früheste Termine ist der 22. März, der späteste der 25. April.
    • Diese Terminfestlegung macht den Bezug zum Erleben in der Natur deutlich: das Erwachen der Natur aus der winterlichen Erstarrung.
    • Der Name stammt wahrscheinlich aus der germanischen Vorzeit: vermutlich war Ostern das Fest der Frühlingsgöttin Ostara, möglicherweise aber auch einfach das Frühlingsfest, an dem man das neue, aus dem Osten aufsteigende Licht der Sonne feierte.
    • Ostern ist das älteste und zentrale Fest der Christen: Wir feiern die Auferstehung Jesu Christi, - den Sieg des Lebens über den Tod. Es ist ein Fest der Freude und der Hoffnung.
    • Jeder Sonntag erinnert uns an den Ostersonntag, ist ein kleines Auferstehungsfest
    • Viele Lebenssymbole wie zum Beispiel das Ei (seine Schale ist wie ein verschlossenes Grab, aber das Küken bricht sich seinen Weg zum Leben heraus), Licht und Hase (bringen im Frühling viele Jungen, neues Leben zur Welt) prägen die Bräuche zu, diesem Fest.

    Wie können wir diesen Tag feiern?

    • Am Ostersonnabend das Haus und ggf. den Garten/Balkon österlich schmücken.
    • Eine Osterkerze selbst gestalten.
    • Den Tisch mit Osterglocken schmücken, die um die Osterzeit blühen. Die verschlossene Blüte kann uns an den Tod Jesu erinnern, die Blüte an das neue Leben, zu dem er aufstanden ist.
    • Die biblische Ostergeschichte mit unseren Kindern zusammen lesen.
    • Einen Oster(familien)gottesdienst besuchen.
  • Hintergrund

    • 40 Tage nach Ostern feiern wir dieses Fest.
    • Es entstand erst 400 Jahre nach Jesu Tod und wird in der katholischen Kirche oft mit festlichen Umzügen gefeiert.
    • In der Bibel wird erzählt, dass Jesus nach seiner Auferstehung noch einmal seinen Freunden begegnete. Er macht ihnen Mut und sagte ihnen, dass sie mit Gottes Hilfe allen Menschen von der Liebe Gottes erzählen sollten. Danach war Jesus nicht mehr sichtbar. Die Freunde erklärten es sich so, das er auf einer Wolke in den Himmel fuhr. Heute sagen wir: Jesus kehrte zu Gott zurück, und in unseren Gedanken und Herzen ist er bei uns.

    Wie können wir das feiern?

    • Wir können diesen Feiertag als Familientag unter Gottes Himmel erleben und mit einem Ausflug uns bewußt machen: Es gibt den sichtbaren Himmel, an dem wir z.B. Flugzeuge sehen können, und den unsichtbaren Himmel, den Himmel Gottes. Das ist ein Ort, den man nicht beschreiben kann, der überall sein kann, ein Ort, wo wir bei Gott sind, bei ihm aufgehoben sind.
    • In Deutschland wird dieser Tag auch oft als Vatertag gefeiert. Die Festlegung auf diesen Tag ist zufällig und hat mit dem christlichen Himmelfahrtsfest nichts zu tun.
  • Hintergrund

    • Das Wort Pfingsten kommt vom griechischen Wort pentekoste und heißt 50: Wir feiern dieses Fest 50 Tage nach Ostern, zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni.
    • Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes und der Geburtstag der Kirche.
    • Wir erinnern uns an den ersten öffentlichen Auftritt der Freunde Jesu in Jerusalem-. Seit seinem Tod hatten sie sich versteckt gehalten, verschlossen, aber an diesem Tag wurden sie vom heiligen Geist Gottes erfasst , verliessen das Haus und und verkündeten laut: Jesus lebt! Er ist nicht tot! Er ist auferstanden und der Retter, auf den wir gewartet haben. Mit ihrer Begeisterung rissen sie viele Menschen mit. In der Bibel heißt es, das sich an diesem Tag 3000 Menschen taufen ließen und so die erste Gemeinde von Christen entstand.
    • Der Heilige Geist wird oft als Taube dargestellt (verbindet Himmel und Erde).
    • Gottes guter Geist gibt Mut, dass wir unsere Angst überwinden, er bringt uns wie ein Wind in Bewegung, begeistert uns (,wir sind Feuer und Flamme') und schafft Gemeinschaft.

    Wie können wir das Fest feiern?

    • Das Pfingstfest ist der feierliche Abschluss der Osterzeit, - jetzt können wir den Osterschmuck abschmücken (vgl. Karwoche) ...
    • Unsere Gemeinde feiert Pfingstsonntag, den Geburtstag der Kirche, immer gemeinsam mit der katholischen Gemeinde in der Heilig-Geist-Kirche im Rahlstedter Weg.
    • Wir können gemeinsam mit unseren Kindern überlegen: Was begeistert mich, - wofür lasse ich mich begeistern, - kann ich Gottes guten Geist in meinem Leben spüren?
    • In vielen Regionen existieren Pfingstbräuche, so zum Beispiel das Pfingstbaumpflanzen, das Schmücken des Pfingstochsen, oder das sogenannte „Birkenstecken": In der Pfingstnacht machen sich Junggeselle auf, um ihrer Liebsten eine Birke an die Hauswand zu stellen, und damit ihre Zuneigung zu ihr auszudrücken.
  • Hintergrund

    • Ende September/Anfang Oktober feiern wir das Erntedankfest. Die Kirche wird schön geschmückt mit allen Gaben, die geerntet wurden: das Korn, das Gemüse, das Obst. Wir danken für diese Gaben, für Gottes Schöpfung, für die Sonne und den Regen. Gott hat uns diese Erde anvertraut und wir sollen gut mit ihr umgehen
    • Jedes Jahr zum Erntedankfest sammeln die evangelischen Kirchen Geld für die Aktion „Brot für die Welt“ und unterstützen damit Menschen in den armen Ländern.

    Wie können wir dieses Fest feiern:

    • Wir machen einen Spaziergang und sammeln Gaben für einen schönen Erntedank-Tisch Zuhause.
    • Auf diesen Tisch können wir auch gekaufte Lebensmittel legen. Wir danken für alles, was wir sonst oft so selbstverständlich und gedankenlos essen und trinken.
    • Wir zünden zum Essen eine Kerze an und sprechen kleine Tisch- und Dankgebete zum Essen; z.B.: Guter Gott, wir danken dir für unser Essen und Trinken. Segne uns und unsere Gemeinschaft. Hilf uns mit anderen zu teilen. Amen.
    • Wir besuchen einen Erntedank-Gottesdienst.
  • Hintergrund

    • Am 31.10.1517 schlug der Mönch Martin Luther 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche von Wittenburg. Er kritisierte die Zustände in der Kirche seiner Zeit wollte eine öffentliche Diskussion darüber in Gang setzen. In der Folge kam es zur Trennung von der katholischen Kirche und zur Gründung der evangelischen Kirche.
    • Reformation heißt Erneuerung, Umgestaltung. Die Reformation ist nicht nur eine einmalige geschichtliche Erinnerung. Jede Kirche muss sich immer wieder erneuern. So wir selbst auch.

    Wie können wir diesen Tag feiern?

    • In den meisten Bundesländern ist er kein Feiertag mehr. Trotzdem finden viele Gottesdienste statt. In unserer Gemeinde laden wir am Vormittag Grundschulklassen zum Reformationsgottesdienst ein.
    • Seit einigen Jahren verbreitet sich der Halloween-Brauch: Am Vorabend vom Allerheiligenfest, in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November, ziehen kostümierte Kinder und Jugendliche mit der Frage "Süßes oder Saures?" von Tür zu Tür. Dieser Brauch kommt aus Irland und Nordamerika. Am gleichen Termin wurde zuvor bereits das alte keltische Fest Samhain gefeiert. Daher glauben einige, dass Halloween auf irisches oder gar keltisches Brauchtum zurückgeht. Diese Herleitung ist jedoch umstritten. Das Wort "Halloween" jedenfalls geht auf das Wort "All Hallows' Eve" (Vorabend von Allerheiligen) zurück. In Deutschland wird dieser Brauch kritisiert

      • wegen seiner Kommerzialisierung
      • wegen der Verdrängung der christlichen Feste Reformationstag und St. Martin (vielerorts gab es den alten Brauch, am Martinstag an den Haustüren Lieder zu singen, die nun von dem Ruf "Süßes oder Saures" verdrängt werden)
      • weil der zugrundeliegende Sinn dieses Brauches völlig unklar bleibt.

    • Damit Christinnen und Christen etwas Süßes geben, zugleich aber an die Bedeutung des 31.Oktober als Reformationstag erinnern können, gibt es das "Lutherbonbon": Die Bonbons können am Reformationstag an der Haustür oder auch bei Halloween-Parties verteilt werden. Sie sind eine Möglichkeit, als Kirche offensiv und mit einem Augenzwinkern auf "Halloween" zu reagieren. Auf jedem Bonbon finden die Kinder die Internetadresse „lutherbonbon.de“ mit vielen Informationen zum Reformationstag. Solche Bonbons können wir auch selber herstellen und verteilen.
  • Hintergrund

    • Der Buß- und Bettag ist ein Tag (Mittwoch im November), an dem man sich Zeit nehmen soll, in Ruhe über sich selbst nachzudenken: Was ist mir gelungen, womit bin ich zufrieden? Aber auch: Was habe ich falsch gemacht, was möchte ich verändern in meinem Leben? Was sagt Gott zu meinem Leben?
    • Buße heißt umkehren.
    • Eingeführt wurde der Buß- und Bettag, damit alle Menschen eines Landes wenigstens einmal im Jahr sich auf Missstände und Gefahren besinnen und darüber nachdenken, wie man sie abwenden kann.

    Wie können wir diesen Tag feiern?

    • Der Buß- und Bettag ist seit einigen Jahren kein gesetzlicher Feiertag mehr.
    • In den Kirchen werden an diesem Tag weiterhin Gottesdienste gehalten.
    • Es ist wichtig für uns Erwachsene und für unsere Kinder, dass es Zeiten der Ruhe gibt, Zeiten, um sich zu besinnen und über das eigene Leben nachzudenken. Es ist gut, sich solche selten Zeiten frei zu halten, - daran will uns dieser kirchliche Feiertag erinnern.
  • Hintergrund

    • Im November denken die Christen in besonderer Weise an die Verstorbenen. In der katholischen Kirche gibt es dafür zwei Gedenktage: An “Allerheiligen“ (1.11.) wird an die Heiligen gedacht, also die Frauen und Männer, die im Namen Jesu besondere Taten vollbrachten. An „Allerseelen“ (2.11.) gedenken die Katholiken aller ihrer Toten.
    • In der evangelischen Kirche wird am Sonntag vor dem 1. Advent, dem Toten- und Ewigkeitssonntag, an die Verstorbenen im Gottesdienst gedacht, ihre Namen verlesen und Kerzen für sie angezündet.

    Wie können wir diesen Tag begehen?

    • Wir können mit den Kindern auf den Friedhof gehen, uns gemeinsam an die Verstorbenen erinnern und von ihnen erzählen, ihre Gräber schmücken und auf dem Grab eine Kerze für sie anzünden.
    • Damit wird sichtbar: Sie sind nicht vergessen. Sie hinterlassen über ihren Tod hinaus Spuren in unserem Leben. Und wir Christen haben die Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles aus ist, sondern Gott uns ein neues Leben schenkt in seinem ewigen Reich des Friedens und der Liebe. Auch dafür ist die brennende Kerze ein Zeichen: Die Verstorbenen leben nun umfangen von Gottes ewigem Licht.
  • Hintergrund

    • An diesem Tag denken wir an Sankt Martin, der vor vielen hundert Jahren – im 4. Jahrhundert – lebte.
    • Martin hat damals den Menschen vorgemacht, wie man das Teilen lernt:
    • Martin war, wie schon sein Vater, ein römischer Soldat. Eines Tages ritt er auf seinem Pferd durch Gallien, ein von den Römern besetztes Land. Vor einem Stadttor begegnete er einem Bettler, der halbnackt, nur in Lumpen gekleidet, am Wegrand saß und fror. Martin hatte Mitleid mit ihm, nahm seinen großen warmen Umhang und teilte ihn mit seinem Schwert. Eine Hälfte davon schenkte er dem Bettler, der siedankbar entgegennahm. Dann ritt er weiter.
    • Als er nachts schlief, erschien ihm im Traum Jesus. An dem halben Mantel, den er trug, erkannte Martin in ihm den Bettler. Jesus sprach: „Was du diesem Bettler gegeben hat, das hast du mir gegeben.“
    • Martin ließ sich taufen und wurde Christ und Priester, später sogar Bischof. Er lebte bis ins hohe Alter auch als Bischof wie ein Mönch in Armut. Er war durch seine Menschenfreundlichkeit bekannt und beliebt,- er brachte Licht in das Dunkel vieler Menschen.

    Wie können wir dieses Fest feiern?

    • Mit Laternenumzügen und Liedern erinnern wir uns an St. Martin. Wir beginnen den Umzug mit einer Andacht in der Kirche, in der die Vorschulkinder die Martinsgeschichte vorspielen.
    • Wir können eine Laterne mit unseren Kindern basteln mit Motiven aus der Martinsgeschichte.
    • In unserer Gemeinde findet um den 11.11. herum der Farmsener Basar statt: Die Hälfte des Geldes ist für unsere Partnergemeinde in Tansania bestimmt.
    • Wir können mit unseren Kindern gemeinsam überlegen, wo wir etwas teilen und abgeben können.
    • Als Brauch ist heute auch noch das traditionelle Martinsgans-Essen verbreitet. Es hat seinen Ursprung angeblich in einer Episode aus Martins Leben: Als man ihn zum Bischof von Tours ernennen wollte, versteckte er sich einer Legende nach in einem Gänsestall, weil ihm die hohe Verantwortung Angst machte. Die Gänse schnatterten so laut, dass Martin gefunden wurde. Als „Strafe“ werden daher an seinem Gedenktag die Gänse verspeist.
    • Man kann auch Martinsgänse aus einem süßen Teig backen und an diesem Tag verteilen und genießen.
  • Hintergrund

    • Das lateinische Wort „Advent“ bedeutet „Ankunft“. Adventszeit nennen wir die vier Sonntage vor dem Weihnachtsfest. Es ist die Zeit des Wartens und der inneren und äußeren Vorbereitung auf die Geburt Jesu:
    • Jesus soll ‚ankommen‘ in unseren Herzen und sie bereit machen für Frieden und Versöhnung. Wir denken darüber nach, was wir selbst dazu beitragen können, damit es friedlicher und gerechter zugeht auf der Welt.
    • Vor vielen hundert Jahren wurde festgelegt, dass das neue Jahr in der Kirche (das Kirchenjahr) nicht am 1. Januar, sondern am 1. Advent beginnt.

    Wie können wir diese Zeit im Jahr feiern:

    • Seit 2004 gibt es in der Evangelischen Kirche die Aktion: „Alles hat seine Zeit – Advent ist im Dezember“. Mit dieser Aktion werden wir eingeladen, wirklich auf die Adventszeit mit ihren vielen Besonderheiten zu warten, sie dann erst zu genießen und festzustellen: Lebkuchen schmecken viel besser im Advent.
    • Der Adventskranz wurde von J.H. Wichern 1839 erfunden: Im Rauhen Haus, einem Waisenhaus, traf man sich zur Andacht um einen Kranz mit vier dicken weißen Kerzen für die Sonntage und 19 kleinen roten Kerzen für die Tage dazwischen. Das Tannengrün ist ein Hoffnungszeichen in der Zeit der kahlen Natur für das Wiedererwachen im Frühling.
    • Der Adventskalender sah so aus, dass eine Mutter für ihren Sohn 24 Kekse auf eine Pappe nähte, von denen er jeden Tag einen vernaschen durfte. Dieser Sohn druckte 1903 die ersten Adventskalender mit Bildern für jeden Tag. Ab 1938 gab es dann die ersten mit Schokolade gefüllten Kalender zu kaufen.
    • Kennen Sie den Brauch, am 4.12.(dem Barbaratag) Obstzweige in die Vase zu stellen, die dann zu Weihnachten blühen sollen? Der biblische Grund dieses Brauches ist ein Text, der am 2. Advent im Gottesdienst gelesen wird: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume an: Wenn sie jetzt ausschlagen und ihr seht es, so wißt ihr selber, dass jetzt der Sommer nahe ist. So auch ihr: wenn ihr seht, dass dies alles geschieht, so wißt ihr, dass das Reich Gottes nahe ist.“ (Lukas 21)
    • Wissen sie, dass am 13.12. der Luciatag in Schweden gefeiert wird: Eine der Töchter weckt an diesem Tag weißgekleidet, mit einer roten Schärpe und einer Krone mit 5-7 Kerzen auf dem Kopf die Familie mit Gebäck. Im Hintergrund steht folgende Legende:. Lucia lebte in Syrakus zur Zeit der Christenverfolgungen unter Diokletian und war Christin. Sie hatte eine Erscheinung der Heiligen Agathe von Catania und ließ sich daraufhin taufen. Anderen Christen brachte sie Nahrungsmittel in die Katakomben. Um beide Hände zum Tragen freizuhaben, ging sie mit einer Krone aus brennenden Kerzen auf dem Kopf in die dunklen Gänge.
  • Hintergrund

    • Der heilige Nikolaus lebte von 270-327 in Myra, das liegt in der heutigen Türkei, und er war Bischof dieser Stadt. Es gibt viele Geschichten, die erzählen, dass es ihm Freude machte, andere Menschen, besonders Kinder, glücklich zu machen und dass er immer ein Helfer in großer Not war.

    Wie können wir diesen Tag feiern?

    • Mit Liedern wie „Laßt uns froh und munter sein....“
    • Mit kleinen Gaben wie ‚Apfel, Nuss und Mandelkern‘, die wir heimlich in die Schuhe vor der Tür legen
    • Wir können diese Nikolaus-Geschichte erzählen: „Es gab einmal einen Mann, der war sehr reich, und in der Gegend, in der wohnte, waren viele Menschen sehr arm und hatten kein Geld. Darüber war er sehr traurig. Eines Tages hörte er von einer Familie, die hatte drei Kinder. Und die Eltern konnten ihren Kindern nichts zu essen geben. Da ist er eines Abends heimlich an das Haus der Familie gegangen und hat einen Klumpen Gold vor die Tür gelegt. Die Eltern fanden am nächsten Morgen das Gold und konnten davon sehr lange Zeit ihre Kinder ernähren. Dieser Mann heiß Nikolaus.
  • Hintergrund

    • Im 4. Jahrhundert feierten Christen in Rom dieses Fest zum ersten Mal: man einigte sich auf den 25. Dezember als Geburtstag Jesu. Dies war der Tag der Wintersonnenwende, an dem die Römer den Geburtstag ihres „unbesiegbaren“ Sonnengottes feierten. Diese alte Fest wurde nach und nach vom Weihnachtsfest der Christen verdrängt.
    • Warum nennen wir das Fest „Weihnachten“? In alter deutscher Sprache heißt die „heilige Nacht“ übersetzt „wihe nacht“ – daraus wurde „Weihnacht“.
    • Am Heiligen Abend feiern wir den Geburtstag von Jesus, von Gottes Sohn. Er wurde in einem Stall bei Bethlehem geboren. Die Engel verkündeten den Hirten,die auf den Feldern ihre Schafe hüteten, die frohe Botschaft: „Gottes Sohn kommt zu euch auf die Welt. Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden.“ - Gott will uns nicht als ferner Herrscher begegnen, sondern in Menschen wie dir und mir, in seinem Sohn. Gott will, dass Frieden herrscht auf Erden.

    Wie können wir diesen Tag feiern?

    • Die biblische Weihnachts-Geschichte Zuhause vor der Bescherung vorlesen.
    • Einen Weihnachtsgottesdienst besuchen.
    • In der Adventszeit Zuhause eine Krippe aufbauen, - jeden Adventssonntag kommen mehr Figuren dazu, - das Jesus-Kind wird erst nach dem Gottesdienst, oder nach der Lesung der biblischen Geschichte dort in die Krippe gelegt.
    • Singen von Weihnachtsliedern
    • Basteln von kleinen Geschenken
    • Beim Schenken sich bewußt machen: Wir werden Weihnachten alle von Gott beschenkt: Er kommt als Mensch für uns in diese Welt, weil er uns liebt!
    • Christliche Lichtbräuche: Aus Irland wird der Brauch berichtet, dass an Weihnachten in alle Fenster des Hauses brennende Kerzen gestellt werden; die Türen werden nicht verschlossen, sondern nur angelehnt. Kerzen im Fenster und offene Türen sollen Zeichen der Freude und der Gastfreundschaft sein.
  • Hintergrund

    • Die Bezeichnung des letzten Jahrestages im Kalender geht auf PapstSilvester I. zurück: Im Jahr 1582 wurde durch die Gregorianische Kalenderreform der letzte Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember verlegt, den Todestag des PapstesSilvester I. († 31. Dezember 335).
    • In einigen Gegenden wird dieser Tag, quasi als Gegenstück zum folgenden Neujahrstag, auch Altjahr, Altjahrsabend oder das Alte Jahr genannt.

    Wie können wir das feiern?

    • Im deutschsprachigen Raum wird das Jahr oft mit Feuerwerk, Böllern, Bleigiessen oder (Mitternachts)gottesdiensten beendet. Während das Feuerwerk früher dazu diente, „böse Geister“ zu vertreiben, ist es heute ein Ausdruck von Vorfreude auf das neue Jahr.
    • In einigen Gebieten Schleswig-Holsteins und Niedersachsens ist es Brauch, dass sich am Silvesterabend die Kinder verkleiden und Rummelpott laufen. Hierbei werden überlieferte plattdeutsche Rummelpottlieder wie Fru mok de Dör op vor den Haustüren der Nachbarschaft gesungen. Die Kinder bekommen an der Haustür Süßigkeiten und Geld. Ursprung ist ein germanischer Brauch – es geht darum, die Geister zu vertreiben.
    • In den letzten Jahren wurde immer wieder dazu aufgerufen, auf das Feuerwerk zu verzichten, und das Geld stattdessen für einen wohltätigen Zweck zu spenden. Der bekannteste Aufruf war „Brot statt Böller“ bzw. 2004: „Reis statt Böller“. Ende Dezember 2004 rief wegen der Flutkatastrophe die deutsche Bundesregierung dazu auf, lieber Geld für die Hilfsorganisationen zu spenden, als es für Feuerwerk auszugeben.
    • In den meisten anderen europäischen Ländern ist Silvester dagegen wesentlich stiller, z. B. werden in Norwegen nur Raketen gezündet.
  • Hintergrund

    • Der Stern, der über dem Stall in Bethlehem stand, führte drei Männer von weit her zu Jesus. Wir nennen sie die „Heiligen Drei Könige.“
    • Aber es waren wohl keine Könige, sondern Sterndeuter aus dem Morgenland, die Geschenke mitbrachten: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
    • Morgenland nannte man die Länder im Osten, denn dort geht am Morgen die Sonne auf.
    • Im Laufe der Zeit hat man sich die Könige so vorgestellt, dass sie aus verschiedenen Kontinenten kamen: aus Afrika, Asien und Europa, - aus der damals den Christen bekannten Welt. Das schlägt sich auf vielen Abbildungen nieder. Man nannte sie C(K)aspar (Afrika), Melchior und Balthasar.
    • Der „Dreikönigstag“ heißt in der Kirche auch „Epiphanias“. Das ist ein griechisches Wort und bedeutet „Tag der Erscheinung“. Gemeint ist damit die Ankunft von Jesus in der Welt.

    Wie können wir das Fest feiern?

    • Vielleicht haben sie am 6. Januar schon einmal Kinder gesehen, die als Könige verkleidet, als Sternsinger von Haus zu Haus ziehen. Dieser Brauch ist in der katholischen Kirche verbreitet. Die ‚Könige‘ sammeln Geld für Notleidende in aller Welt.
    • Bei katholischen Christen gibt es den Brauch, die Anfangsbuchstaben der drei Könige zwischen die Jahreszahlen (20C+M+B08) mit Kreide über den Türbalken zu schreiben am 6.1.. Das bedeutet: Christus m..... benedicere (lat.) = Christus segne das Haus und seine Bewohner.
    • Dieses Fest liegt für uns am Übergang von der festlichen Weihnachtszeit zum Alltag, - oft beginnt dann der Schul- und Berufsalltag wieder für alle. Diesen Übergang kann man sich bewußtmachen und z.B. ein letztes Mal die Kerzen am Tannenbaum anzünden um sich von dem diesjährigen Weihnachtsfest zu verabschieden und sich Kraft und Zuversicht für den Alltag zuzusprechen. Es ist üblich, den Tannenbaum bis zum 6.1. stehen zu lassen und ihn dann abzuschmücken.

 

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt