Abschied von unserer Dankeskirche am Sonntag, den 30. August um 15 Uhr Gott und die Welt
Wir sagen ihr DANKE für alles, was wir in ihr erfahren und erleben durften!
Und gleichzeitig ist die Aufgabe und Schließung einer Kirche ein schmerzhafter Prozess. Der massive Rückgang von Kirchenmitgliedern (in den 60 er Jahren hatten wir in Rahlstedt eine Kirchenmitgliedschaft von 80%, jetzt von 19,5%), die immer knapper werdenden finanziellen wie personellen Ressourcen und hohe Sanierungskosten für ein fast 60-jähriges Gebäude haben diesen Schritt notwendig gemacht. Eine Kirche im Stadtteil ist ein wichtiger Ort. Sie steht für vieles bei den Menschen, auch wenn sie selbst vielleicht gar nicht hingehen. Eine Kirche ist Symbol für Halt, Schutz, Geborgenheit und Gemeinschaft. Und gleichzeitig werden wir als Menschen der Kirchengemeinde in unserem Stadtteil sichtbar bleiben, uns weiter einbringen, beteiligen und ganz andere Formen von „Kirche“ entwickeln. Flüssige und mobile Formen werden sie genannt. Gemeinschaft, Spiritualität findet nicht nur in unseren Gebäuden statt, sondern da, wo Menschen sind, sich treffen, kann sich „Kirche“ niedrigschwellig ereignen.
Der Abschied von der Dankeskirche ist für viele Menschen, die sich mit ihr verbunden fühlen, ein schmerzhafter und schwerer Schritt. Die Wände dieser Kirche atmen seit dem 1. Advent 1967 die Gebete unzählig vieler Menschen. In der Dankeskirche wurden Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen, Beerdigungen und viele Konzerte und Kulturveranstaltungen gefeiert. In ihr wurde geweint und gelacht.
Danket, danket dem Herrn, denn er ist sehr freundlich und seine Güte währet ewiglich. (Psalm 118,1)
Dieser Vers aus dem Osterpsalm findet sich als Inschrift auch auf unseren drei Glocken im Turm der Dankeskirche. Sie werden weiter läuten und uns daran erinnern, dass wir Gott DANKE sagen für seine unendliche Liebe, mit der er uns Menschen auf unseren Wegen begleitet.
Pastorin Wiebke Meers
Markus-Kirchengemeinde
Tel.: 67218583
wiebke.meers@markuskirchengemeinde.de