Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu. (Off. 21,5)
Das ist keine billige Vertröstung. Es heißt nicht: Alles wird wie früher. Sondern: Gott traut uns und dieser Welt Veränderung zu. Neu kann bedeuten: anders, heiler, ehrlicher. Neu kann heißen: Wir lernen, mit Brüchen zu leben und trotzdem mutig weiterzugehen.
Auch gesellschaftlich stehen wir an solchen Punkten. Unsere Demokratie ist kein Selbstläufer. Der Ton wird härter, die Gräben tiefer, Vertrauen schwindet. Manche sehnen sich nach einfachen Antworten und starken Parolen. Aber das Neue, das trägt, wächst selten laut. Es beginnt, wenn Menschen Verantwortung übernehmen, sich zuhören, widersprechen, ohne zu entwürdigen, und ihre Freiheit nicht nur für sich selbst, sondern für das Miteinander einsetzen.
Gottes Zusage „Ich mache alles neu“ entlässt uns nicht aus der Aufgabe. Sie ermutigt uns. Im Kleinen können wir anfangen: respektvoll reden, fair bleiben, Versöhnung versuchen, mutig für Menschlichkeit eintreten. Vielleicht ist genau das der Boden, auf dem Hoffnung wächst – leise, aber kraftvoll.
Neues entsteht dort, wo wir nicht aufgeben, wo wir uns berühren lassen, wo wir glauben, dass diese Welt noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten ist. Mit Gottes Kraft – und mit unserem guten Willen – kann etwas beginnen, das uns und unserer Gesellschaft guttut.
Ich wünsche Ihnen ein gutes und gesundes 2026
Regina Wysocki
Kirchengemeinde Alt-Rahlstedt/Servicewohnen Neu-Rahlstedt
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